Freitag, 21. Mai 2010

Internationale Meinungsmache gegen deutsche Wähler auf CNBC

Das haben wir nun davon, dass wir derartig inkompetente Gestalten als "Volks"vertreter in den Bundestag gewählt haben. International wird jetzt verbreitet, der deutsche Wähler sei schuld am Abrutschen des Euro, und zwar weil Frau Merkel unter Druck der Wähler in Deutschland erst die Hilfe für Griechenland verweigert, bevor sie sie schließlich doch gewährt habe - und zwar mit der Begründung einer sich ansonsten zusammenbrauenden Krise. Und diese Behauptung habe dann zum Vertrauens- und somit Wertverlust des Euro geführt.

Natürlich war Angela Merkels Verhalten (zumindest aus Perspektive der deutschen und griechischen Arbeitnehmer) völlig inkompetent, da es dafür gesorgt hat, dass Griechenland jetzt soviel Zinsen zahlen muss, dass der Staatsbankrott sicher ist.
Darauf wird bei der Sendung von CNBC heute, am 21. Mai, aber weiter gar nicht eingegangen - es geht um den Wertverlust des Euro.

Es geht nicht darum, dass die Griechen nun mit Hilfe unserer "Hilfe" weitere Sparmaßnahmen werden ertragen müssen, mit denen man sie daran hindert, ein Wirtschaftswachstum zu erreichen, dass sie auch nur annähernd in die Lage versetzen wird, ihre Schulden zu "bedienen". Wo sollen sie denn bitte schön ihre Waren verkaufen, wenn die Leute dort kein Geld mehr haben? Auf dem Internationalen Markt? Da haben sich doch die deutschen Konzerne breitgemacht, die dank der aus den Hartz IV Repressionen resultierenden Armutslöhne ihre Waren konkurrenzlos billig anbieten könenn.

Völlig überzogen, diese Behauptung, die eine blond-toupierte Dame namens Katinka Barysch gegenüber den CNBC-Interviewern da von sich gibt, dass die Deutschen das Rettungspaket nur mit dem Hinweis auf ein Katastrophenszenario hingenommen hätten. Anscheinend kennt sie ihre eigenen Landsleute nicht. Der Deutsche als solches ist nun mal kein Revoluzzer. Die Deutschen hätten das Hilfspaket so oder so akzeptiert. Sie nehmen doch schon seit Jahrzehnten hin, wie man hierzulande Arbeitnehmer-Rechte immer weiter unterläuft, wie gegen Bürgerrechte und Grundgesetz verstoßen wird, und wählen dann immer wieder die gleichen Parteien in den Bundestag. Sogar die SPD bekam trotz allen sozialen Kahlschlags noch 20% bei der letzten Bundestagswahl , anstatt wie verdient, bereits an der 5% Hürde zu scheitern.

Frau Barysch fährt weiter fort, gegen ihre Landsleute zu hetzen und labert was von: die deutsche Wirtschaft hätte vom Euro ja schließlich am meisten profitiert und solle sich jetzt mal nicht so anstellen. Das mag ja schon richtig sein, wenn man Riesenkonzerne mit "der deutschen Wirtschaft" gleichsetzt. Es gibt jedoch auch noch eine Vielzahl kleinerer Unternehmen, die erstens unter dem Konkurrenz-Druck derjenigen, die erst durch die Zwangsarbeit im 3. Reich zu ihrem Reichtum und so ihrer Macht gekommen sind, leiden, und dann noch die Unternehmen, die ihre Waren auf dem Binnenmarkt nicht mehr verkaufen können, weil die Sklaventreiber von einst auch heute immer noch Sklaventreiber sind, und ihren Leiharbeitern zu wenig bezahlen, als dass da noch irgendwas für den privaten Konsum übrig bleiben würde.

Nun folgt ein kleiner Gedankensprung, die Interviewerin von CNBC fragt, ob denn Deutschland nicht ein Interesse daran haben müsste, dass Länder wie Spanien und Italien in guter Verfassung seien, schließlich gingen 12% der Exporte dorthin...

Huch, ich dachte wir seien erst mal noch bei Griechenland - da werden wohl schon die nächsten Pakete vorbereitet, mit denen wir dafür garantieren sollen, dass auch die Investoren Spaniens und Italiens zu ihren gewünschten Renditen kommen. Dass Spanien bei Deutschland schon seit Jahren so tief in der Kreide steht, dass es seine Schulden sowie so nicht wird bezahlen können, wird hier natürlich nicht erwähnt. Es trifft ja die deutschen Konsumenten, die von Spanien viel weniger importieren, als von hier exportiert wird und die spanischen Arbeitnehmer, die deswegen arbeitslos sind. Die einzigen die sich freuen können, sind die Aktieninhaber der deutschen exportfreudigen Firmen, aber das ist ja noch lange nicht Deutschland...

Ja, bestätigt Frau Barysch. Aber all das wisse der deutsche Wähler nicht, man habe es ihm nicht gut genug erklärt...

Da muss ich ihr allerdings recht geben. Dem deutschen Wähler wird wirklich nichts erklärt. Vielleicht wartet er ja sogar darauf, etwas erklärt zu bekommen. Der deutsche Wähler ist immer noch nicht in der Demokratie angekommen, in der man sich selbst aufmachen muss, um nach Erklärungen zu suchen, wo man seinen Wirklichkeit mitgestalten muss, wenn sie einem nicht gefällt. Nein, er sitzt noch immer auf dem Sofa, und erteilt der Politik, die uns Tag für Tag immer näher an den Abgrund führt, mit seiner Untätigkeit einen Freibrief...



Mittwoch, 19. Mai 2010

Merkel verbietet ungedeckte Leerverkäufe

Endlich! Frau Merkel verbietet ungedeckte Leerverkäufe! Man könnte fast glauben, sie hätte ihr Herz für den Arbeitnehmer entdeckt, schwafelt sie doch was von Menschen, von Angst um den Arbeitsplatz, von Gerechtigkeit... Auch Herr Trittin ereiferte sich im Bundestag in einer flammenden Rede: "Warum erst jetzt?! Das hätte schon lange geschehen sollen!..."

Fürwahr...

Die Stimme des Kommentators reisst mich aus meinem starren Erstaunen: Bestimmte Leerverkäufe sollen bis März 2011 verboten werden. Ach so. Ich bin wieder zurück in der harten Realität - bestimmmmmmte Leerverkäufe also, und auch diese nur für ein Jahr.

Doch was sind denn ungedeckte Leerverkäufe nun eigentlich? Fangen wir mal damit an, zu erklären, was unter gedeckten Leerverkäufe zu verstehen ist: Der Verkauf von Aktien, die man sich gegen eine Gebühr geliehen hat.
Wer viel Geld hat leiht sich einen ganzen Packen davon, schmeißt sie auf den Markt, und wenn der Kurs für die Aktie sinkt, kauft man zurück, was einem von Anfang an nicht gehört hat. Die inzwischen wertlosen Dinger kann der Besitzer jetzt wieder haben, die Differenz zwischen ursprünglichem Verkaufs- und gedrücktem Kaufpreis streicht man für sich ein. Den Verlust hat der ursprüngliche Aktienbesitzer, der betroffene Unternehmer und dessen Angestellten zu tragen.

Wem das noch nicht reicht, der benutzt sein Vermögen als Grundlage für einen Kredit, damit auch alle was davon haben: Es wird zusätzlich neues Geld geschaffen, für das Zinsen zu entrichten sind - ein bisschen Inflation (weil ja nicht mehr Waren und Güter geschaffen wurden) gibt's gratis dazu für alle anderen, die nicht direkt im betroffenen Unternehmen beschäftigt sind.
Durch die Deflation (die aus der Entrichtung der Zinsen, die aus dem existierenden Geldstrom entnommen werden müssen, folgt) verlieren noch mehr Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz.
Wer könnte nur auf die Idee kommen, sowas verbieten zu wollen?

Und ungedeckte Leerverkäufe? Hier werden Aktien verkauft, die es noch nicht einmal gibt, sehr wohl existieren aber die betroffenen Unternehmen samt ihrer Angestellten, die durch den Verkauf der nicht existierenden Aktien wegen des daraus folgenden Kursverfall praktisch enteignet werden! Ich würde so etwas doch glatt als Betrug bezeichnen, aber in der Welt der großen Finanz, in der nichts produziert, nichts hergestellt, nichts geschaffen wird, was irgend jemandem auf diesem Planeten von irgendeinem Nutzen sein könnte, gelten nun einmal andere Regeln.

Aber immerhin, das soll ja jetzt endlich verboten werden....

....wenn auch nur für ein Jahr...Und wer sind nun diese bestimmmmmmten? Aha, die Allianz, die Commerzbank, die Deutsche Bank, die Münchner Rück, die Deutsche Börse, die Postbank, die Hannover Rück. Man könnte auf die Idee kommen, hier sei jemand Frau Merkel, Herrn Schäuble und ihren Konsorten mal kräftig auf die Füße getreten... Wie zu erwarten, ist Fraktionschefin Birgit Homburger natürlich begeistert. Schön dass sich ausnahmsweise alle mal einig sind.

Und was ist jetzt mit den genannten Instituten selbst? Dürfen die denn jetzt durch ihre Finanzhäuser nicht existierende Aktien anderer Unternehmen verkaufen?

Montag, 17. Mai 2010

Der größte Bankraub aller Zeiten

Unruhen greifen von Griechenland nach Irland und Rumänien über.
Gerald Celente, Direktor des "Trends Research Institutes", der mit seinen Vorhersagen bisher auf beängstigende Weise richtig lag, hält dies für die ersten Anzeichen des globalen wirtschaftlichen Zusammenbruchs und seiner Auswirkungen.

"Was erwartet man von diesen Menschen", so Gerald Celente "sie haben alles verloren, und jeder weiß doch auch, was hier läuft. Die Banker werden gerettet, und die kleinen Leute sollen es bezahlen."



Spanien und auch Japan haben inzwischen Budgetkürzungen, ähnlich denen Griechenlands, angekündigt. Auch hier rechnet Celente mit Unruhen.

"So etwas gab es noch nie. Das ist der größte Bankraub aller Zeiten. Und die Banken sind diejenigen, die den Raub begehen. Die Menschen werden das nicht tolerieren." so Celente

"J.P.Morgan, Goldman Sachs, die Deutsche-Bank-Banditen, die Schwindler von der Credit Swiss - sie wollen uns glauben machen, man könne die Krise verhindern, idem man die Banken rettet." Celente aber fordert:

"Lasst die Banken die Verluste selbst übernehmen. Sie sind eben eine schlechte Wetten eingegangen. Die Banken sollen ihre Verluste selbst tragen!!"


Hierzu ließe sich noch hinzufügen, dass die "Spar"Maßnahmen die betroffenen Länder erst recht daran hindern, ihre Kredit abzubezahlen. Denn durch die daraus folgende Deflation und damit Arbeitslosigkeit wird Wirtschaftswachstum und Schaffung von materiellen Werten verhindert.

Daher ist das Geld, das für die Bankenrettungen geschaffen wird, in höchstem Maße inflationär.

Was hier passiert, ist eine Umverteilung der gesellschaftlichen und politischen Macht. Es wird zwar nicht mehr Reichtum geschaffen - aber die Schere zwischen arm und reich geht weiter auseinander. Und wer mehr Anspruchstitel hat, hat auch mehr Macht. Denn wie sagt man so schön: Wer zahlt, schafft an. Wie wahr.

Immer deutlicher sehen wir auch hierzulande, wer eigentlich regiert: Leute, wie Herr Ackermann - im Namen seiner Aktionäre. Denn die Deutsche Bank ist neben anderen ausländischen Banken eine der Hauptgläubiger des Deutschen Staates. Und nachdem sich die Deutsche Bank also im Austausch für ihr wertloses Fiatgeld an der Arbeit und dem Reichtum der arbeitenden Bevölkerung hierzulande schadlos gehalten hat, fordert sie erst recht noch mehr Geld - es ist anzunehmen, dass Herr Ackermann im Auftrag seiner Aktionäre die Regierung mit der Weigerung für die Bewilligung neuer Kredite erpresst.

Es ist ein Teufelskreislauf, aus dem es nur ein Entkommen gibt: wenn die Menschen über die wahren Vermögensverhältnisse informiert und bereit sind, auch gegen den erbitterten Widerstand der jetzigen Nutznießer eine Richtigstellung in Bezug auf Eigentumstitel und Sachwerte wieder herzustellen und die Enteignung, die während der letzten Jahrzehnte stattgefunden hat, wieder rückgängig zu machen:

Die Banken, bzw. deren Aktionäre, sind es, die den Arbeitnehmern etwas schulden - denn sie haben sich jahrelang im Austausch für ein an sich wertloses Tauschmittel schamlos bereichert und sind so in den Besitz vieler Sach- und Vermögenswerte gekommen!!!

Dies gilt es wieder richtigzustellen. Ebenso müssen die Aktionäre von ihren grotesken Anspruchstiteln (Geld) befreit werden. So und nur so ließe sich dann auch die Inflation in den Griff bekommen.

Freitag, 14. Mai 2010

Astana - eine neue Hauptstadt für eine neue Welt

Wieder einmal erstaunlich und faszinierend, was der Internet-User "Freeman" da zutage gefördert hat: Die Welt-Super-Elite baut sich ihren neuen Welt-Super-Eliten-Staat. Neben Canberra und Dubai soll Astana, die Hauptstadt des Staates Kasachstan, so vermutet er, dabei eine wichtige Rolle spielen.




Es ist doch ziemlich abgefahren, was Freeman uns hier erzählte, fand ich und ging der Geschichte um Astana auch noch ein wenig auf den Grund. Astana heißt zwar nicht Schwelle, sondern Hauptstadt, doch das würde zu seiner Theorie sogar noch besser passen: Eine Hauptstadt (Astana), ein Versammlungsort (Canberra) und dazu ein "Neue-Welt-Flughafen" in Denver mit riesigen unterirdischen Arealen, deren Zweck bisher unbekannt ist - alle drei Objekte aus unerfindlichen Gründen völlig überdimensioniert.



Doch nun zurück zu Astana.

Die Republik Kasachstan wird vom ehemaligen KP-Vorsitzenden Nasarbajew regiert, und aufgrund einer von ihm eingefädelten Verfassungsänderung, wird das auch so bleiben, bis er stirbt.

Kasachstan ist mit 2,7 Millionen Quadratkilometern ca halb so groß wie Europa, wird aber nur von 15 Millionen Einwohnern bewohnt. Da seit dem Ende der Stalin-Ära unglaublich große Ressourcen-Quellen, vor allen Dingen Erdöl und Erdgas gefunden wurden, sind Astanas Bewohner erst recht noch verarmt. Ausländische Investoren fielen über das Land her, z.B. die Rockefeller Konzerne ChevronTexaco und Exxon Mobile sowie der unter Kapitalbeteiligung der britischen Königsfamilie operierende Ölgigant BP. Der italienische Konzern Agip ist Joint Venture Partner für die Gasförderung. Daneben hat verfügt Kasachstan auch noch über zahlreiche andere Bodenschätze, wie Uran, Selen, Edelmetalle und Mineralien.

Um Astana, eine ehemals unbedeutende Provinzstand, in den Rang einer echten Metropole zu erheben, wurde der japanische Star-Architekt Kurokowa beauftragt. Kurokowa wurde 1997 zur Teilnahme an dem international ausgelobten Wettbewerb für die Neuplanung der Stadt aufgefordert,und gewann den Wettbewerb, ohne sich auch nur einmal an den Ort der Planung begeben zu haben. Er schickte einfach zwei Mitarbeiter los. Ein zur Ideenfindung für ein so großes Projekt eher ungewöhnliches Verfahren... Macht aber nichts, nachdem man auf Grundlage seines Entwurfs und unter zu Hilfenahme japanischer Investoren die Kanalisierung Astanas realisiert hatte, wurde dann doch etwas anderes gebaut. Die Stadtverwaltung von Astana nahm nämlich einfach einen von der Bin-Laden-Group gezeichneten Masterplan und verwendete diesen. So unbürokratisch kann es selbst im autokratisch regierten Kasachstan zugehen - da setzt man sich schon mal über den Präsidenten und einen international renommierten Stararchitekten hinweg. Und obwohl die Verlagerung der Hauptstadt-Funktionen von Almaty nach Astana sein Lieblingsprojekt ist, hat Präsident Nusurbajew davon gar nichts mitbekommen.

Wer sich das oben eingebettete Video angesehen hat, hat bestimmt einen guten Eindruck von der neuen "Hauptstadt" der Elite gewonnen. Zur Pyramide des Friedens wäre noch zu sagen, dass sie von Norman Foster entworfen wurde. Seitdem Foster, der angeblich aus ganz einfachen Verhältnissen stammen soll, nach Beendigung seines Studiums ein Stipendiums an der Universität Yale bekam - die Universität des Ost-Küsten-Establishments, an der auch Bush und Bush senior studiert haben, und an der der unheimliche Skull&Bones Orden beheimatet ist - verläuft seine Karriere steil nach oben.
Die Liste seiner vor okkulter Symbolik nur so strotzenden Bauten füllt dicke Bände, und mittlerweile ist er in die "feine" Adelsgesellschaft aufgenommen worden.



Neben Astana wäre noch die "IndoorCityBatygai" erwähnenswert, eine Zukunftsvision, die etwa 150 km nördlich von Astana entstehen soll und die 10 unter einem Dach platzierten Hochhäuser, und neben Wohnungen auch eine komplette soziale Infrastruktur mit Krankenhaus, Schulen und Behörden vorsieht - ein Projekt, das auf beklemmende Weise an den Spielfilm "Die Insel" erinnert, einen Science-Fiktion-Film in dem menschliche Klone zur Organzüchtung in einem riesigen Gebäude von der Außenwelt abgeschirmt werden.

Sonstige Quellen: Simone Voigt/Contempory Achrchitecture in Eurasia -Bauten und Projekte in Russland und Kasachstan

Aufstehen!

Die Welt ist komplett verrückt geworden - ohne zu klagen und unterwürfig wie noch nie bezahlt der Steuerzahler "Hilfspakete" für die Banken.

Mit dem Rettungspaket von 2008 bewahrten wir die Aktionäre davor, mit ihrem eigenen Besitz für ihre Fehlspekulationen einzustehen und gegenüber anderen Banken zu haften.
Mit dem Rettungspaket für die Griechen haften wir für die zu erwartende Rendite von 14 Prozent, die dank Frau Merkel so schön hoch ausgefallen ist. Ich wette, die Bankerwelt lacht sich schon ins Fäustchen angesichts unserer Blödheit.

Denn wenn die Deutschen sich nicht endlich gegen diese Volksverdummung und die Plünderung sowohl der Griechen als auch der Deutschen zur Wehr setzen, werden die Rettungspakete wohl bald unseren wirtschaftlichen Untergang einläuten. Denn mit Hilfe unserer "Hilfe" wird ja jetzt auch noch die arbeitende Bevölkerung Griechenlands auf die Hungerdiät geschickt - wie soll denn da ein Wirtschaftswachstum erzielt werden, wenn kein Mensch mehr Geld hat, um sich etwas zu kaufen?



Auch über den Export wird das nicht möglich sein, da haben sich ja mit Hilfe des Druckmittels Hartz IV und der daraus resultierenden Niedriglöhne die Deutschen Konzerne breit gemacht - übrigens auf unser aller Kosten, denn das Plus, das in das Ausland exportiert wird, fehlt ja als Güter auf dem Deutschen Markt. Die anderen Staaten sind uns gegenüber verschuldet.


Trotzdem wird gehetzt wie noch nie gegen die allgemeine Bevölkerung, seien es nun die Arbeitnehmer Griechenlands, seien es nun die Hartz IV -Empfänger, die man unter Anwendung von immer mehr Druck an den Rand und aus der Gesellschaft drängen will.
So manch einer macht sich da noch einmal ganz klein, schmal und stromlinienförmig, um noch schnell ein vermeintlich sicheres Plätzchen zu ergattern, und vergisst dabei, dass der Flächenbrand letzten Endes auch ihn nicht verschonen wird.

Es hätte eigentlich schon längst das Gebot der Stunde sein sollen, aufzustehen, für diejenigen unserer Gesellschaft, die man aus welchen Gründen auch immer ins Abseits geschickt hat - Hartz IV -Empfänger, Rentner, potentielle Studenten usw - die Liste ist lang und wird jeden Tag länger. Heute gehört man noch nicht dazu, aber wer weiß, was morgen ist?

Wollen wir das wirklich weiterhin zulassen?



oder wollen wir nicht endlich aufstehen und uns gegen diejenigen wehren, die in Wahrheit dieses Chaos zu verantworten haben, anstatt auf unsere Mitmenschen zu schimpfen und angesichts der Schlösschen in Luxemburg, in der Schweiz oder sonstwo, bezahlt von der Arbeit des "gemeinen Volkes" die Achseln zu zucken, zu sagen: "Da kann man doch ohnehin nichts machen", weiterhin nach oben buckeln und nach unten treten.

Wer weiß, ob man nicht selbst bald so weit unten angekommen ist, dass es niemanden mehr gibt, auf den man treten kann....

Donnerstag, 13. Mai 2010

Christliche Nächstenliebe

Bei grauem Nieselwetter verlasse ich am Nachmittag die Bibliothek. Ich bin hier regelmäßige Besucherin, denn nicht alle Medien, darf ich mit nach Hause nehmen - manche sind nur als Lesesaalleihe verfügbar. Wie so oft habe ich den halben Nachmittag mit meiner nicht enden wollenden Suche zugebracht, mit der Suche nach den Hintergründen für eine Wirtschaftspolitik ohne Sinn und Verstand, für ein Bildungssystem, das selbstständiges Denken blockiert, für ein medizinisches System, dass zu einem Selbstbedienungsladen für die Pharmaindustrie verkommen ist, für ein politisches System,in dem die "Sachzwänge" mittlerweile so groß sind, dass die meisten Menschen schon völlig das Gefühl für Freiheit verloren haben- mit dem Resultat, dass man anderen Leidensgenossen den Traum von Freiheit und menschenwürdigen Lebensumständennoch geradezu übel nimmt...

Ich trat also - mit wenigen Antworten und vielen neuen Fragen - auf die Straße hinaus, die von einem Himmel undefinierbarer grauer Farbe nach oben hin begrenzt wurde, und begab mich zur U-Bahn. Hier erfuhr ich, dass es irgendwelche Störungen gäbe - für die Innenstadt empfahl der Fahrer den Weg zu Fuß, einen Rat den ich gerne annahm, denn ich zweifelte nicht daran, schnell an mein Ziel zu kommen. Leider erwartete mich am Odeonsplatz eine große Ansammlung von Menschen, die ein Durchkommen erschwerte und mein Weiterkommen verzögerte. Es handelte sich, wie ich dann mit bekam, um den ökomenischen Kirchentag - eine Veranstaltung, um die ich mit Sicherheit einen Riesenbogen gemacht hätte, hätte ich vorher davon gewusst. Ich habe zwar nichts gegen Anhänger irgendwelcher Sekten, seien es nun vom Staat anerkannte, oder auch nicht anerkannte, bloß verstehe ich nicht, wie in einem Land, das zum größten Teil von Anhängern christlicher Nächstenliebe bewohnt wird, ein Konstrukt wie H(artz)IV ohne nennenswerten Widerstand eingeführt werden konnte.


Während ich mich durch die seelig singende Menschenmenge wühlte, hörte ich, wie in den Redebeiträgen von vielen Gruppen, für die man beten wolle, die Rede war - von den Armen in Afrika angefangen, über die Kriegsopfer im Nahen Osten bis zu jenen Menschen, denen auch hierzulande das Geld nicht mehr zum Leben reicht. Und für so eine Veranstaltung und für das Beten bringt man tatsächlich 300.000 Leute auf die Straße , während es bei der Montags-Demo, die jeden Montag gegen Hartz IV protestiert, meistens so um die 60 (ohne zustäzliche Nuller) sind, und das obwohl es auch in München schätzungsweise 40 000 direkt Betroffene gibt - wo sind denn hier die Anhänger christlicher Nächstenliebe, um dagegen zu protestieren, dass man die Leute - sozusagen zur Strafe - ohne Geld, also ohne die Möglichkeit an Nahrungsmittel zu kommen - nach Hause schickt? Wo bleiben denn diejenigen, die für Kriegsopfer beten, wenn es darum geht, gegen die Verursacher dieser Gräueltaten zu protestieren? Wir waren an jenem Tag, als wir gegen ein Treffen von Rüstungskonzernen in München protestierten, ein paar Hundert Leute, wurden von der Polizei eingekesselt, und mit Tränengas eingesprüht. Man hatte sich sogar Sondereinsatzkräfte aus anderen Bundesländern kommen lassen, die auf ihren Rücken Tränengasbehälter trugen und zum Schluss zielten noch Scharfschützen von den Dächern der königlichen Residenz auf uns.

Solch ein Polizeiaufgebot war für den ökomenischen Kirchentag natürlich nicht nötig. Die Christenheit stellt nun wirklich keine Bedrohung für die herrschenden Eliten dar. Dass man mittels Gulaschkanonen glaubt, die Probleme dieser Welt lösen zu können, ist da noch nicht einmal das Schlimmste. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man versucht, die größte Not erst einmal zu lindern, bis man die Bedingungen geschaffen hat, dass Not erst gar nicht entsteht - und daran hapert es eben. Dabei ist beispielsweise das Zinssystem in allen drei Weltreligionen verboten, auch im katholischen Glauben.
Dieses Verbot wurde im Mittelalter eingehalten - mit gutem Grund, wie ich annehme - war doch im Mittelalter das Volk ohnehin völlig besitzlos. Das Land gehörte dem (vom Vatikan kontrollierten) Adel, und der wollte natürlich auf keinen Fall in die Kreditfalle tappen, musste er doch mit seinem eigenen Besitz für die zu berappenden Zinsen haften.

Das ist heutzutage natürlich etwas völlig anderes. Wir sind ja angeblich frei und das Land gehört dem Staat, also uns. Folglich ist es unser Besitz, mit dem wir für Kredite haften. Schulden werden gemacht, indem Staatsanleihen aufgelegt werden (also der Besitz des Staates, mit anderen Worten, der Besitz des Bürgers), also Staatsbesitz als dingliche Sicherheit für an sich erst einmal wertloses Geld, angeboten wird. Die Herstellungskosten der Geldscheine belaufen sich auf wenige Pfennig, und erst wenn jamand in der Realwirtschaft hierfür seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt, erhalten sie wirklich ihren Wert. Die Herstellungskosten sind im Falle von sogenanntem Buchgeld (also eine mittels eines Computers eingegebene Zahl, die den Kredit darstellt) sogar noch geringer.


Mit Hilfe der Zinseszinsformel sammeln sich immer mehr Anspruchstitel (also Geld) in den Händen von immer weniger Menschen. So kommt es, dass, obwohl jeden Tag immer mehr Geld geschöpft wird, immer weniger Geld im Umlauf ist - trotz des täglich neu geschöpften und an sich inflationären Geldes (derzeit kursiert mindestens die vierfache Menge an Geld, als es überhaupt Waren und Dienstleistungen zu kaufen gibt) leidet die Realwirtschaft unter einem immer größeren Geldmangel - das Problem wird sich aufgrund der exponentiell wirkenden Zinseszinsformel immer schneller verschärfen - denn zu allem Überfluss betreibt unsere politische Führung in den letzten Jahrzehnten eine Wirtschaftpolitik, die es anscheinend darauf anlegt, den Tag des wirtschaftlichen Zusammenbruches, der aufgrund des begrenzten Rohstoffangebotes dieses Planeten wahrscheinlich sowieso irgendwann eintreten würde, so früh wie möglich geschehen zu lassen.

Der Zinseszins erzwingt Wirtschaftswachstum. Wirtschaftswachstum kann es aber nur geben, indem man die Beschäftigten am Wachstum beteiligt - mit der jetzigen Politik aber wird das Wachstum immer weiter sinken, die Arbeitslosigkeit und damit die Kosten für den Sozialstaat steigen.

Dem wird wohl mit Gulaschkanonen und mildtätigen Spenden nicht beizukommen sein. Eine Besinnung auf das Verbot des Geldverleihs gegen Zinsen wäre da wesentlich hilfreicher, als sich an der Verteilung von halbverschimmelten Nahrungsmitteln, die die Lebensmittelgeschäfte ohnehin nicht mehr loswerden würden, zu beteiligen.

All diese Gedanken wirbelten mir durch den Kopf während ich mich durch die Menge der verzückt singenden Gläubigen kämpfte. Endlich gelangte ich bis zum Isartor. Dort erreichte mich dann die "frohe" Botschaft dass Horst Köhler, derzeitiger Bundespräsident, eheamliger Leiter der Treuhand, und ehemaliger Direktor beim teuflischen IWF, in Kürze zur Menge der Gläubigen sprechen wolle.

Ich war, wie so oft, fassungslos. Da rennen doch tatsächlich 300.000 Menschen, gläubige Christen, zu einer Veranstaltung, beten und singen für die Armen und Unglücklichen der Welt, und laden sich einen Horst Köhler ein, der hier eine Rede halten soll, das ist doch nicht zu fassen... einen ehemaligen Direktor des IWF, einer Organisation, die ein Land nach dem anderen mittels Krediten, die nicht zu bezahlen sind,ins Elend gestürzt hat, und deren Banken sich dann schließlich, nachdem die Bevölkerung jahrzehntelang die Zinsen für die Kredite bezahlt hat, deren Land und Ressourcenreichtum unter den Nagel reißen

so einen!!!! lädt sich die Christenheit zu einer Veranstaltung ein. Wenn da nicht bald der Weltuntergang naht....

Samstag, 7. November 2009

Kein schöner Land? - Deutschland vor der Wirtschaftskrise

Es sieht gar nicht gut aus für uns - nachdem Deutschland seit Jahrzehnten Lohndumping bis zum Exzess betrieben, sich auf den Export konzentriert und somit stark von ausländischer Nachfrage abhängig gemacht hat, ist zu befürchten, dass mit dem Wegfall der Arbeitsplätze in der Automobil-Industrie eine Spirale nach unten in die Depression einsetzen wird. Wie das wohlgenau aussehen wird,weiß niemand so recht. Ich persönlich hege die schlimmsten Befürchtungen, denn zusätzlich zu dem Wegfall der Arbeitsplätze haften wir ja auch noch für die Zinslasten aus dem 500 Milliarden-Banken-Rettungspaket, die in den kommenden Jahren meines Erachtens für eine Deflation sorgen wird, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellen wird.

Schon die rechnerische Logik sagt einem, dass es wohl bald nur noch sehr wenig Bares geben wird - unser Geldsystem ist ohnehin auf Kredit mit Verschuldungszwang ausgelegt. Das bedeutet, dass Deutschland, aber auch jede andere Nation dieser Welt, von dem Wohlwollen der Banken abhängig ist, denn je größer das Wohlwollen, desto niedriger die Zinsen. Ob nun die Kreditwürdigkeit Deutschlands durch verrottende öffentliche Einrichtungen und dem Niedergang der Bildung kreditwürdiger wird, sei mal dahingestellt. Allerdings kann man es dem Bankensektor ohnehin nicht recht machen, hatte doch die amerikanische Ratingagentur Standard&Poor's im Jahr 2005 angekündigt, die Bewertung AAA für Deutschland, also die beste Bewertung die ein Schuldner bekommen kann, und die als Grundlage für die Berechnung der Zinsen dient, herabzustufen, sollte das neue Regierungsprogramm dem Bankensektor nicht genehm sein (nachzulesen in Dirk Müllers "Crashkurs"). Wer beurteilen will, wie zuverlässig die Aussagen über die Kreditwürdigkeit von Schuldnern sind, möge sich in Erinnerung rufen, dass Tonnen von faulen Krediten ebenfalls mit AAA bewertet wurden. Und für die Schulden aus der Spekulation mit diesen Finanz"produkten" haften wir ja jetzt, mit entsprechender Deflationsgefahr - siehe oben.

Diese Zusammenhänge sollten Herrn Sarrazin, der jetzt im Vorstand der Bundesbank sitzt, wohl bekannt sein - obwohl man das natürlich nie genau wissen kann... Immerhin war er vor seiner Tätigkeit als Berliner Finanzsenator von 1975 - 78 als Referent für das Finanzministerium beim IWF tätig. Der IWF ist geradezu ein Paradebeispiel für die Ausbeutung der Welt von Seiten der Banken - nach dem Ölpreisschock Anfang der 70er Jahre, wurde ein Land nach dem anderen mit billigen Kreditenin die Schuldenfalle gelockt, und obwohl die "Dritte Welt" wie verrückt ihre Rohstoffe und billigen Produkte in die "hochentwicklelten" Länder, wie zum Beispiel unseres exportieren, steigt ihre Verschuldung so rasant an, dass die Entwicklungshilfen häufig direkt auf den Konten der Schuldnerbanken landen, damit die Zinsen "bedient" werden können.

Noch mehr Erfahrung durfte Herr Sarrazin dann von 1990 - 91 bei der Treuhand sammeln. Ich erinnere mich dunkel an die damalige Zeit - ein Skandal über verschwundene Gelder und viel zu billig verscherbelte Ostfirmen und Banken jagte damals den anderen.
Als späterer Finanzmininster in Berlin machte er aber nicht nur durch blöde Bemerkungen und seiner "Sarrazin-Diät" von sich reden. Viel zu wenig Beachtung in der Öffentlichkeit findet die 2004 gegen ihn erhobene Anklage wegen der Tempodrom-Affäre, bei der ihm vorgeworfen wurde Landesgelder regelwidrig vegeben zu haben. Seit August 2009 ermittelt die Berliner Staatansanwaltschaft wegen Untreue, da er sich bei der Verpachtung eines Golfplatzes finanziell begünstigt haben soll.

Trotzdem macht er unbeschwert weiter Karriere, mittlerweile ist er im Vorstand der Bundesbank angekommen. Als Finanzprofi dürfte auch er wohl mit einem rapiden wirtschaftlichen Verfall in Deutschland rechnen, und vor diesem Hintergrund halte ich seine Äußerungen bezüglich Hartz IV -Empfänger und Ausländer mit Sicherheit nicht für Zufall oder gar für einen Ausrutscher, sondern vermute eher, dass er jetzt schon mal Stimmung gegen vermeintliche Sündenböcke machen will. Wenn die Wirtschaft erst so richtig ins Rutschen kommt, dann wird es wahrscheinlich diese Menschen zuerst so richtig hart treffen, und dank Herrn Sarrazin werden viele "wissen": diejenigen, die als erstes von völliger Mittellosigkeit Betroffenen sein werden, sind eben "selbst schuld"....Ein Trick, der so billig ist, dass es mir fast schon peinlich ist, darauf anscheinend näher eingehen zu müssen.

Denn leider fallen mal wieder viel zu viele drauf rein. Das reicht von der gut situierten, höheren Mittelschicht, die noch nie von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen war, die stolz den wahrscheinlich mittels Kinderarbeit und unter unwürdigsten Bedingungen hergestellten Teppich an der Wand präsentiert: "...die Königin von England hat nämlich genau denselben..." und die immer noch glaubt, man müsse "nur wollen" - das mag in diesem Fall zwar nicht wirklich verzeihlich (man sollte sich schon mal mit den wirtschaftlichen Hintergründen der explodierenden Armut beschäftigen, auch wenn man selbst nicht davon betroffen ist), aber noch eher verständlich sein - bis hin zu denjenigen, die sich selbst als kritisch, oder als "Infokrieger" bezeichnet - und wenn so eine Webseite, deren Betreiber sehr gut über das Internationale Banken-(un)-Wesen und deren Folgen - also Armut, Krieg, Überwachungsstaat usw. Bescheid wissen,noch beschwichtigende Artikel über Herrn Sarrazins Aussetzer unkommentiert auf die Hauptseite hochladen, da wird es dann aber schon wirklich kritisch...

Überhaupt vermute ich langsam, dass die ganze Kritik an unserem derzeitigen herrschenden System der geistigen Haltung: "Jeder denkt an sich, nur ich denk an mich" entspringt - ginge es den Deutschen gut, und kämen sie in den Genuss ihrer Bürgerrechte, dann könnte anscheinend von den Betreibern der Infokrieg- Seite auch Not und Elend auf der Welt herrschen - solange man selbst gerade nicht betroffen ist, macht man sich da gar keinen Kopf. Da wird Ron Paul zitiert, der in Bezug auf die USA gesagt haben soll, man könne nicht alle Welt in die USA lassen, man müsse sich erst einmal um die Probleme im eigenen Land kümmmern und dann um den Rest der Welt. Dass mag auf Stammtischebene erst einmal einsichtig klingen, doch wer sich mit Welt-Wirtschaft befasst, wird feststellen müssen, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten der einzelnen Länder derart ineinander verflochten sind, dass es gar nicht möglich ist, nur ein Land isoliert vom Rest der Welt zu betrachten. Falls Ron Paul das wirklich gesagt haben soll, dann muss ich annehmen, dass es sich tatsächlich, wie von Blogger freeman.tv vermutet, um einen Vertreter der kontrollierten Opposition handelt.

Wir sehen doch gerade an der Weltwirtschaftskrise, die nahezu alle Länder der Erde betrifft, was das für ein Unsinn ist. Jede Entscheidung eines Landes, sei sie nun wirtschaftlicher oder politischer Natur, hat Auswirkungen auf die politische und wirtschaftliche Situation in anderen Ländern.
Die 3.Welt liefert uns Rohstoffe und Produkte in Massen und praktisch zum Nulltarif, während die Schuldenlast dieser Länder gleichzeitig explodiert und auch wenn der Löwenanteil des Profits auf den Konten der Banken, bzw. deren Hauptaktionäre landet, kann von einem wirklich fairen Austausch überhaupt keine Rede sein: das Gegenteil ist der Fall und somit ist doch wohl hoffentlich nachvollziehbar, warum so viele Menschen versuchen, in ein Land wie beispielsweise Deutschland zu kommen, das ihnen vermeintlich eine bessere Zukunft bieten kann. Daher ist genau das Gegenteil dieser geradezu nationalistischen Denkweise richtig: Man muss die internationalen Wirtschaftsprobleme in den Griff bekommen, und erst dann werden sich auch die restlichen Probleme lösen lassen. Ob nun die das informelle "Global Governance" der G20 -Länder, die indirekt von den internationalen Banken regiert werden, das richtige Organ sind, mag allerdings zu Recht bezweifelt werden.

Jetzt hat anscheinend unter den wohlwollenden Augen der Infokrieg Betreiber einer der Nutzer im Anhang an die Debatte über die widerlichen Äußerungen des Herrn Sarrazin eine Petition an den Bundestag gestellt, "damit die Diskussion auch Egebnisse bringt" und die Zuwanderung sich am "wirtschaftlichen Vorteil der Bundesrepublik Deutschalnd und der Stärkung der sozialen Sicherungssysteme" orientiert... Da kann man sich doch wirklich nur noch an den Kopf fassen...Außer Autos, Waffen und Finanz"produkten" wird in Deutschland und auch in den restlichen Ländern der 1. Welt fast nichts mehr produziert - achja, da wären noch Obst und Gemüse... Vielmehr bereichern "wir" uns am "Rest der Welt", der über 3/4 der Weltbevölkerung umfasst und der zunehmend in hoffnungslosem Elend versinkt, deren Kinder beispielsweise beim Tantal-Abbau (ein Metall, das für die Produktion von Handies der hiesigen Teenis gebraucht wird) draufgehen.

Das sind die Probleme, denen wir uns widmen müssen, damit es für ALLE, einschließlich uns Deutschen, noch eine lebenswerte Zukunft geben soll.
Ich könnte natürlich direkt etwas dazu schreiben, aber trotz der guten Informationen, die die Webseite und auch das Forum bieten, möchte ich einfach nichts mehr damit zu tun haben - wer Artikel der Rechts-Postille "Junge Freiheit" unkommentiert hochlädt, wohlwollend Werbung für Herrn Sarrazin und Herrn Ulfkotte macht, braucht sich nicht wundern, wenn solche Nutzer sich wohl fühlen auf der Seite -ich tue es nicht mehr, und habe daher auch die Links von meiner Seite gelöscht.
Und es ist mehr als ärgerlich, es ist regelrecht gefährlich, sich in Zeiten wie diesen auf derartige Diskussionen einzulassen...

...der Himmel ist grau, der Winter steht bevor - es ist noch kein Schnee gefallen, doch Deutschland zeigt sich schon wieder von seiner hässlichsten Seite....