Mittwoch, 9. März 2011

Die sogenannten Linken...

Während meiner Jugend erlebte ich zwei verschiedene Sorten von Erwachsenen: Diejenigen die eher konservativ waren und andere, die man wohl eher als links einstufen würde.


Konservative hatten meist ein feststehendes Weltbild, dass durch nichts zu erschüttern war, auch nicht durch Argumente - auf die reagierten sie eher aggressiv. Sie stammten meistens aus dem Mittelstand und lebten in mehr oder weniger behüteten Verhältnissen. Für sie war alles ganz einfach. Sie hatten ihren Wohlstand verdient, weil sie arbeiteten. Wer keinen Wohlstand besaß, war eben irgendwie selbst schuld, hatte entweder nicht genug gearbeitet oder war eben einfach zu dumm gewesen, um die sich mannigfaltig bietenden Chancen des Lebens zu ergreifen. Von den Lebenswirklichkeit der sogenannten Arbeiter hatten (und haben) sie einfach keine Ahnung. Da ließen (und lassen) sie sich auch keines Besseren belehren - schon gar nicht von jemandem, der selbst erlebt hat, wie es einem im diesem Land so ergehen kann.Versagten ihnen die Argumente, waren entweder arrogantes Schweigen oder blanke Aggression ihre Antwort.


Der andere Typus der Erwachsenen, waren von ganz anderem Schlag. Weltoffen, höflich und freundlich begneten sie ihren Mitmenschen, nicht durch aggressiv geäußerte Plattitüden versuchten sie sich im Gespräch zu behaupten, vielmehr stand der Austausch von Informationen an erster Stelle.


Kurzum, der Konservative pflegte sich und seine Privilegien, wenn nötig auch auf Kosten von Mitmensch und Umwelt und während der Linke sich eher alsTeil eines Ganzen verstand, sich Gedanken darüber machte, welche Konsequenzen das eigene Handeln auf die Umgebung hatte und so passte denn auch die Bewegung der Grünen und der Umweltschützer nahtlos in diese Kategorie.


Inzwischen hat die Umweltbewegung und damit auch die Linken das Konzept des anthropogenen Klimawandels ohne sich zu räuspern und ohne zu husten geschluckt. Und um die Wahrheit zu sagen, ich habe es auch lange geglaubt. Warum denn auch nicht? Die Gegenargumente schienen immer nur von diesen schrecklichen Firmen und Konzernen zu kommen, denen ihre Umgebung, egal ob sie nun aus Mensch, Pflanze oder Tier bestand, herzlich egal war, und denen es nur um eines ging: Um Geld und um die Erhaltung von Priviliegien. Die Temperaturen stiegen tatsächlich merklich an, im Sommer zwar weniger, die Winter waren allerdings auffällig mild und in manchen Jahren blieb, wenn es überhaupt schneite, selten genug von der weißen Pracht liegen, Fußgängern im städtischen Umfeld Probleme zu bereiten.


Das Thema 'Klimaerwärmung', aufgrund des Ausbleibens von Erwärmung inzwischen in 'Klimawandel' umbenannt, begann immer öfter in den Medien aufzutauchen, Politiker nahmen sich ebenfalls seiner an. Statt aber diejenigen, die der Umwelt am meisten schadeten und dabei noch verdienten, nämlich die Konzerne, an die Leine zu legen, hieß es jetzt plötzlich immer öfter, ‚Der Mensch‘ sei schuld, der Mensch sei egoistisch, der Mensch sei rücksichtslos, sei grausam, sei eine Bestie, vermehre sich viel zu schnell, konsumiere zu viel und sei doch eigentlich, wenn man es genau nähme, im Grund ganz und gar überflüssig. Ich erinnere mich noch sehr gut, an den Propaganda-Spruch: „Die Natur braucht uns nicht. Aber wir brauchen die Natur.“


Ich will an dieser Stelle nicht einmal eingehen auf die Fehlinformationen, die hier seit Jahren durch die Medien verbreitet wurden - es ist noch nicht einmal nötig, all die dummen Lügen zu kennen, die z.B. über CO2 verbreitet wurden - keineswegs ein schädliches Umweltgift, sondern ein farbloses Gas, das die Natur braucht, das in der Atmospähre nur in Spuren vorkommt, und diese Spuren stammen noch dazu zu einem minimalen Anteil von der Menschheit , sondern von der Natur selbst - zu der man den Menschen offenbar schon gar nicht mehr dazurechnet.


Nein, ich finde es reicht schon, zu erleben, in welch diktatorischer Manier diese Ökofanatiker dem Rest der Menschen ihren Willen aufzwingen. Die Energiesparlampe, die extrem schädlich für die Gesundheit des Menschen, vor allem für die Augen ist, ist da noch das wenigste - aber ‚nur‘ den Menschen zu schaden wird immer mehr zu Kavaliersdelikt, und wenn es der Umwelt dient, noch erst recht.


Wir hier im Westen lebten im Luxus, wird ständig behauptet, dazu kann ich nur sagen, was denn für Luxus?Soll das etwa Luxus sein, wenn man gerade durch den Monat kommt mit genügend zum Essen und in einer Wohung , die am Stromnetz und einem Heizsystem hängt, dass soll ein Luxus sein? Ja, finden viele, und statt für Fortschritt, Verbesserung der Lebensbedingungen und gerecht verteilten Wohlstand zu sorgen, gefällt sich so mancher, ursprünglich im linken Spektrum beheimatete Politiker damit, nun seine Memoiren herauszubringen, in denen die kalten Duschen im Hinterhof und die Etagenklos der Nachkriegszeit gepriesen werden.


Biofanatiker suchen ihr Heil im ständigen Lobpreisen von Bio-Nahrung , und während sie jedem Nicht-Bio-Konsumenten ein schlechtes Gewissen einreden wollen, fahren sie selbst mit dem Auto - mit Biosprit, der Flächen für den Nahrungsmittelanbau in der 3. Welt verbraucht, und essen ‚Bio‘ Bananen, die, weite Strecken transportiert werden müssen, und schon allein deswegen gar nicht wirklich ‚Bio‘ und nicht umweltschädlich sein können. Und so geht es hier auch wohl gar nicht wirklich um die Schonung der Umwelt, sondern um das Beruhigen des eigenen schlechten Gewissens auf Kosten von hungernden Menschen in anderen Erdteilen und darum sich selbst so wenig belastete Nahrung wie möglich zuzuführen. Es geht nicht darum, sich als Teil eines Ganzen zu fühlen und der Umgebung, also Mensch UND Natur so wenig wie möglich zu schaden, sondern - ganz konservativ - darum, eigene Privilegien zu pflegen.


Die Demonstrationen im Herbst letzten Jahres wegen der Giftmülltransporte und der verlängerten Laufzeiten für Atomkraftwerke hielten auch nur solange an, bis der Müll ins Ausland gebracht wurde, und da stört es von den hier lebenden Menschen keinen mehr. Wenn man selbst und der eigene Nachwuchs keiner Strahlenbelastung ausgesetzt ist, kann einem egal sein, wenn die Menschen in anderen Ländern an Krebs dahinsiechen und die Menschen in diesem Lande die Stromrechnung nicht mehr begleichen können. Die Umweltbewegung kämpft fleißig weiter, um den Anteil an den erneuerbaren Energien für die Stromerzeugung ständig zu erhöhen, und merkt gar nicht, wie sie damit reaktionären Kräften in die Hände spielt, die jeden Menschen, aus dem man nicht irgendwelche Profite herauspressen kann, sowieso als überflüssigen, unnützen Esser ansieht.


In Großbritannien ist man inzwischen so weit, dass ca 30 % der gesamten Stromerzeugung mittels erneuerbarer Energieträger, zum Beispiel Windräder, erzeugt werden müssen. Offenbar sind Windräder extrem ineffektiv für die Stromerzeugung, das weiß man ja nicht erst seit gestern. Und offenbar ist den Entscheidungsträgern dies auch voll bewusst, aber - „Dann gibt es eben zeitweise einfach keinen Strom...“ - das ist ihre Antwort auf das Problem, von dem sie persönlich wahrscheinlich gar nicht betroffen sein werden.


Die sogenannte ‚Grüne Ökonomie‘ ist das Trojanische Pferd für die wahrscheinlich alptraumhafteste Gesellschaftsordnung, die die Welt je gesehen hat. Sie wird der Vorwand sein, um uns immer mehr Geld aus der Tasche zu ziehen und uns bis in die privatesten Bereiche des Lebens zu kontrollieren.



Von den ach so kritischen Umweltanhängern hat ja bis jetzt auch noch keiner gefragt, wem der Handel mit den Umweltzertifikaten und die Erhebung aller möglicher Steuern denn eigentlich am meisten nutzt und was diese Maßnahmen wirklich am CO2-Ausstoß ändern sollen. Es wird doch nachvor wie von den Angehörigen der Menschheit CO2 ausgestoßen werden, schon allein dadurch, dass es mit der Atemluft abgegeben wird. Oder will man jetzt etwa wirklich schon so weit gehen, im Gleichklang mit den Elitefamilien eine schnellere Bevölkerungsreduktion zu fordern? Soll heißen durch verschiedene Arten von Euthanasie und Eugenik, sei es indem man Rentner erfrieren lässt, sei es, indem man Schwangeren eine Hungerkur verordnet.


Aber für all diese Probleme ist man blind geworden, und gerade diejenigen, die sich für ach so links halten, sind inzwischen diejenigen, die krampfhaft an einem Weltbild festhalten, dass niemand in Frage stellen darf. Sei es der Klimawandel, sei es Kritik am Zinssystem (im Linken Spektrum als Antisemitismus verschrien) , sei es der ungute Verdacht, dass es in Wirklichkeit gar keine Demokratie gibt auf der Welt, sondern dass wir von einem von einem Banken-Einheits-System finanzierten Welteinheitskonzern mit verschiedenen Ablegern regiert werden (die gute alte ‚Verschwörungstheorie‘)...


Da helfen keine noch so guten Argumente, keine Hinweise auf Primärliteratur - der Linke von heute begegnet uns wie der einst Reaktionäre von Gestern: Anstatt mit kritischem Denken und Austauschen von Argumenten antwortet er allen, die sein Weltbild in Frage stellen, mit Aggression und Rechthaberei.


Das wurde mir erst neulich klar, als ich mich auf einem Blog an einer Diskussion beteiligte, und als Beispiel für die Unfähigkeit gerade gebildeter Menschen neue Informationen in ein bestehendes Weltbild zu integrieren, die Anhänger der Theorie vom ‚anthropogenen Klimawandel‘ nannte. Dass mir der Blogbetreiber, mit Aggression, man muss sogar sagen ,Verachtung begegnete und mir noch, nachdem ich ,sozusagen virtuell,eigentlich schon gegangen war, seine Meinung über mich hinterher schleuderte, verstörte mich, hatte ich ihn doch, meinem Weltbild entsprechend, eher im linken Bereich eingestuft und erschrocken habe ich ihn dann aus meinem Blogroll entfernt.


Da es nicht das erste Mal ist, dass mir so etwas passierte (und vor allen Dingen dort, wo ich am wenigsten damit rechnete!) hat mich, einmal mehr zu der Frage geführt, was es eigentlich, fernab von sozialistischen, kommunisitschen oder anderen Theorien, bedeutet, ‚links‘ oder ‚rechts‘ zu sein. Ich sehe da immer weniger einen Unterschied. Immer mehr weisen gerade diejenigen im anscheinend linken Spektrum ein in meinen Augen konservatives Verhalten auf, obwohl ihr Weltbild vordergründig ein anderes zu sein scheint.


Ihre Weigerung, zu erkennen, wie und von wem es gesteuert wurde und das daraus resultierende Ausbleiben einer adäquaten Reaktion, hat fatale Folgen: denn mit ihrer Akzeptanz der von den Eliten propagierten Probleme, seien sie nun real (Weltwirtschaftskrise) oder erfunden (anthropogener Klimawandel) werden sie mithelfen, den feuchten Traum ultrarechter Elitefamilien Wirklichkeit werden zu lassen: Die Einführung einer weltweiten Diktatur, deren Kontrollmöglichkeiten für die Bürger die schlimmsten Alpträume Orwells noch in den Schatten stellen wird, und in der es nur Platz geben wird für als erwünscht eingestufte - und damit nicht nutzlose - Esser...


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Da helfen keine noch so guten Argumente, keine Hinweise auf Primärliteratur - der Linke von heute begegnet uns wie der einst Reaktionäre von Gestern: Anstatt mit kritischem Denken und Austauschen von Argumenten antwortet er allen, die sein Weltbild in Frage stellen, mit Aggression und Rechthaberei."

Entspricht auch meiner deutschen(Netz-) Erfahrung seit 1999, ich nenne diese Linken/Typen/Blogs Haudrauf"linke". Es soll noch andere pol. Linke und paar sogar im Netz geben ...

Gruß Brian

Anonym hat gesagt…

#8 Brian am 03/13/11 um 10:57 [Antwort]
# 6 persiana

Auch ich meine, nicht alle weiland Deutschnazis waren politisch dumm und halte "dumm" - Antonym klug - für keine wirklichkeitsabbildende politische Kategorie. Aus dem Spruch, "die Nazis sind dumm", folgt auch nicht, daß linke "Antinazis" klug sind.

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