Sonntag, 24. Oktober 2010

'Eyes Wide Shut' oder Die Morbide Welt der Reichen und Mächtigen

Die Handlung


Stanley Kubricks letzter Film soll nach Arthur Schnitzlers Buch "Die Traumnovelle" entstanden sein. Ich kenne das Buch nicht, nehme aber an, dass es nur als äußerliche Rahmenhandlung dient, hinter der okkulte Praktiken, wie sie in den oberen Gesellschafts-schichten der USA offensichtlich stattfinden, aufgedeckt werden. Wer die Symbolik nicht kennt, schläft bei dem Film, dessen Rahmenhandlung nicht besonders spannend ist, und die sich für den sozusagen Uneingeweihten langsam dahinschleppt, beinahe ein, währenddessen diejenigen, die sich mit den Misständen unserer Welt und ihrer Ursachen schon beschäftigt haben, und die die okkulten Anspielungen, die hier gemacht werden, verstehen, mit vor Hochspannung offenem Mund vor der Leinwand bzw. dem Bildschirm sitzen dürften.



Der Film spielt in New York und handelt von einem Ehepaar, das am Weihnachtsabend zur Party eines offensichtlich immens reichen Mr. Zigler eingeladen wird. In welchem Verhältnis das Ehepaar zu diesem Mäzen steht, ist zunächst unklar. Wie man aus einer Unterhaltung des Ehepaars schließen kann, sind sie nicht wirklich mit ihm befreundet, vielmehr gibt es wohl geschäftliche Beziehungen zwischen ihm und der männlichen Hauptfigur Bill Herford (gespielt von Tom Cruise). Nach einem kurzen gemeinsamen Tanz auf der Party, entschuldigt sich die weibliche Hauptfigur Alice (gespielt von Nicole Kidman) damit, dass sie dringend auf die Toilette müsste.



Die beiden trennen sich und er begrüßt inzwischen einen alten Studienfreund namens Nightinggale, der jetzt als Pianist arbeitet und auf der Party einen Auftritt hat. Dieser nennt ihm das Lokal, in dem er zur Zeit arbeitet und lädt ihn ein, ihn einmal dort zu besuchen. Alice hingegen begibt an das Buffet, wo sie sich erst einmal ein Gläschen Sekt in einem Zug hinunterstürzt, und dann noch eins. Wie auch aus anderen Szenen des Films hervorgeht, ist sie Alkohol, Tabletten und Drogen sehr zugetan.
Sichtlich beschwippst lehnt sie nun am Buffettisch, wo ein geheimnisvoller Ungar auf sie aufmerksam wird, sie zu einem Tanz einlädt und ihr eindeutige erotische Angebote macht.



Bill (Tom Cruise) ist inzwischen in die Fänge zweier junger Frauen geraten, die von sich behaupten, ehemalige Patientinnen von ihm zu sein, und sich sehr gut an seine charmanten Behandlungen erinnern wollen. So behauptet eine von ihnen, ihr sei am 'Rockefeller Plaza' ein Staubkorn in das Auge geflogen, woraufhin er ihr kavalierhaft ein sogar sauberes Taschentuch gereicht habe. Er ist sichtlich hingerissen von den beiden und flirtet intensiv mit ihnen. Sie laden ihn ein, bis an das "das Ende des Regenbogens" mit ihnen zu kommen.

Bei seinem Flirt wird er unterbrochen, als der Diener des Hauses ihn auffordert zu Herrn Ziggler zu kommen und ihn in eines der offenbar zahlreichen Schlafgemächer des Hauses führt. Dort findet Bill eine vollständig nackte junge Frau vor, die bewusstslos ist. Es gelingt ihm, sie aus ihrer Bewusstlosigkeit zu holen, während der Hausherr noch dabei ist, sich anzuziehen. Bill warnt die Frau eindringlich davor, sich weiterhin ihrer Drogensucht hinzugeben, da das ihren baldigen Tod bedeuten würde.

Zu Hause kommt es zwischen den Eheleuten zum Streit. Alice ist eifersüchtig. Sie hat Bill dabei beobachtet, wie er mit den beiden Frauen flirtete und findet, dass Bill sich ihrer viel zu sicher ist. Deshalb gesteht sie ihm, dass sie während der gemeinsamen Flitterwochen einen Marineoffizier kennengelernt habe, in den sie sich so verliebt habe, dass sie auf ein einziges Wort hin von seiner Seite ihren Mann sofort verlassen hätte.



Das Geständnis stürzt Bill in eine tiefe Krise. Er läuft ziellos durch die Straßen, lässt sich mit Prostituierten ein, und besucht seinen ehemaligen Studienkollegen Nightingale, den Pianisten, den er auf der Weihnachstparty getroffen hat. Dieser erzählt ihm, dass er im Moment leider keine Zeit habe, denn er habe noch einen Auftrag, wisse aber nicht wo und für wen. Seine Anweisungen erhalte er immer erst sehr kurzfristig, während der Auftritte spiele er immer mit Augenbinde. Die Augenbinde sei ihm einmal verrutscht, und dabei habe er irrsinnig tolle Frauen gesehen. Das interessiert nun wieder Bill, der offensichtlich ein großer Liebhaber von Frauen ist, und sich zudem noch in einer Ehekrise befindet, enorm. Es gelingt, seinen ehemaligen Studienkollegen und jetzigen Pianisten zu überreden, ihm Ort und Zeit der Veranstaltung zu verraten, und auch das Passwort, mit dem man auf das Anwesen gelangen würde. Außerdem, sagt Nightinggale, sei es nötig, sich für die Party zu maskieren.


Bill lässt sich nicht abschrecken, sucht noch in der Nacht einen Kostümverleiher auf, dem er -trotz der späten Stunde - gegen einen Aufpreis dazu bringt, ihm noch ein Kostüm zu verleihen. Dabei lernt er auch die minderjährige Tochter des Verleihers kennen, die der Vater, da er zu einer unvorhergesehenen Zeit in den Laden kommt, mit zwei älteren Männern, nackt hinter einem Schrank erwischt.


Bill macht sich nun auf den Weg zu der Party, die in einem Bauwerk stattfindet, dass man als Schloss bezeichnen würde. Bill tritt an das schmiedeeiserne Tor, nennt das Passwort und wird eingelassen. Ein maskierter Diener öffnet die Tür zu dem Schloss und weist ihm den Weg. Man hört unheimliche Musik und den Sprechgesang einer Männerstimme, die in einer unverständlichen Sprache, die aus der Hölle zu kommen scheint, eintönige Verse rezitiert. Bill erreicht einen Saal mit vielen maskierten Menschen in schwarzen Roben. Auf einer Galerie stehen noch mehr schwarz gekleidete Menschen, darunter ein Paar, dass man eventuell für ein finsteres Königspaar halten könnte


Alle Augen sind auf eine Szene in der Mitte des Saales gerichtet, der mit einem roten Teppich ausgekleidet ist und in dem eine Gestalt in einem roten Umhang einen Weihrauch-Behälter schwenkt. Schwarz gekleidete Gestalte knien kreisförmig um sie herum. Als sie mit einem Stab laut auf den Boden klopft und sich verneigt, legen sich die Gestalten in einer Pose der absoluten Unterwerfung auf den Boden. Bei einem weiteren Klopfen des Priesters richten sie sich wieder auf. Im weiteren Verlauf dieser bizarren Szene stehen sie auf und werfen ihre Umhänge ab. Sie sind fast nackt, und nun sieht man, dass es sich um Frauen handelt. Sie knien sich wieder hin, und auf Anweisung des Priesters küssen sich jeweils zwei von ihnen gegenseitig symbolisch auf die Wange. Schließlich stehen sie auf und suchen sich jeweils einen der herumstehenden Männer aus und gehen mit diesem dann in einen anderen Raum.

Eine der Frauen begibt sich direkt zu Bill. Sie gehen gemeinsam einen Flur entlang, der sie in eine Abfolge von Zimmern führt. In jedem Raum finden Sex-Orgien statt. Auf großen Tischen betreiben einige Party-Teilnehmer sexuelle Praktiken, während andere schweigend und regunglos darum herum stehen und die Szenen beobachten. Bei jedem normalen Menschen würde sowohl die Musik als auch die eigenartigen Orgien, ausgeführt von Teilnehmern, deren Identität als auch deren Gefühle durch die Masken vollständig verdeckt werden, wahrscheinlich einen sofortigen Fluchtreflex auslösen. Nicht so bei Bill jedoch, obwohl seine Begleiterin, die ihn erkannt zu haben scheint, eindringlich davor warnt, noch länger auf der Party zu bleiben.
Schließlich wird offenbar, dass er erkannt wurde. Man bittet ihn in den Empfangssaal, wo er schon von dem Hohepriester, der das Anfangsritual vollzogen hatte, aufgefordert wird, sich zu demaskieren, und sich auszuziehen. Doch bevor es ihm entgültig an den Kragen geht, bietet die Frau, die ihn zum Gehen aufgefordert hatte, an, sich für ihn zu opfern. Mit der Warnung, über alles was er gesehen habe, Stillschweigen zu wahren, lässt man ihn schließlich gehen.

In der zweiten Hälfte des Filmes erleben wir dann einen etwas anderen Bill. Was er erlebt hat, macht ihm einigermaßen zu schaffen.
Wie in einem Spiegel scheinen die Geschehnisse des Vorabends nun rückwärts zu laufen.Unter umgekehrten Vorzeichen begegnen ihm alle Figuren des Vortages wieder.


Zunächst einmal muss er sein Kostüm zurückgeben. Daher begibt er sich wieder zu dem Kostümverleiher, um seine Sachen abzugeben. Wieder begegnen wir der minderjährigen Tochter und den beiden alten Männern vom Vorabend. Diesmal ist aber der Vater nicht ungehalten deswegen, denn die Männer haben ja vorher für das Vergnügen mit ihr bezahlt - bei ihm. Gegen einen entsprechenden Aufpreis bietet er seine Tochter nun auch Bill an.



Bill sucht nun seinen Freund und Pianisten Nightinggale auf - und erfährt dass dieser am Abend zuvor von zwei unbekannten Männern abgeholt wurde. Die Prostituierte vom Vorabend ist auch nicht mehr da, und ihre Freundin eröffnet Bill, sie werde auch nicht wiederkommen. Sie sei unheilbar an AIDS erkrankt. Schließlich liest Bill in der Zeitung, dass die Frau, die sich am Vorabend für ihn geopfert hat, an einer Drogenüberdosis gestorben ist.

Am nächsten Tag versucht er mehrmals, in das Anwesen zu gelangen - und man lässt ihm einen Brief zukommen, indem man ihn vor weiteren Nachforschungen warnt. Als er damit aber nicht aufhört, und ins Leichenschauhaus geht, um in Erfahrung zu bringen, was zum Tod der Frau, einer ehemaligen Schönheitskönigin, geführt hat, bittet ihn Zigler, der Gastgeber der Weihnachtsparty, dringend zu sich. Er eröffnet ihm, ihn bei den Ritualen auf dem Schloss gesehen zu haben. Nochmals warnt er ihn eindringlich davor, der Angelegenheit weiter auf den Grund zu gehen. Die Frau, die an einer Überdosis gestorben sei, habe man nicht umgebracht, so Zigler - vielmehr sei alles nur in Szene gesetzt worden, um ihm Angst einzujagen. Er solle sich auch keine weiteren Gedanken um sie machen - sie sei nur ein Junkie gewesen, das habe er ja am Vorabend gesehen, da er sie bei der Weihnachtsfeier behandelt habe. Und auch dem Pianisten sei nichts geschehen, vielmehr sei er für einen Auftrag an einem anderen Ort geholt worden."Das waren keine normalen Bürger dort gestern. Seien Sie froh, dass Sie nicht wissen, wer alles da war, sonst könnten Sie nachts nicht mehr schlafen."warnt er. Ein Hinweis darauf, dass es sich um sehr hochrangige Gesellschaftsmitglieder handelt - zu denen Bill, trozt allen Reichtums und allen Prunks - nicht gehört. Schon als seine Identität auf dem Schloss entdeckt wurde, war klar - man wollte ihn dort nicht haben.



Bill begibt sich nach Hause. Seine Frau schläft noch und als er auf dem Kopfkissen neben ihr die Maske sieht, die er beim Kostümverleih ausgeliehen und seitdem nicht mehr gefunden hat, bricht er zusammen. Seine Frau wacht auf, und erzählt ihm, sie habe von ihm geträumt. Dabei schildert sie ihm eine Szene ähnlich der, die er am Vorabend in den verschiedenen Zimmern des Schlosses gesehen hatte. Daraufhin erzählt er ihr, was er erlebt hat. Ihre gemeinsame Tochter wacht auf und so lassen sie sich nichts anmerken und begeben sie sich zu einem Weihnachtseinkauf. Alices Rezept gegen die Ehekrise am Schluss lautet: "Wir sollten f***"

Meine Gedanken zu dem Film

Bill:

Zunächst einmal fällt auf, in welchem immensen Reichtum Bill (Tom Cruise) lebt. Er, seine Frau und seine Tochter leben in einem sehr großen Haus mit riesigen Zimmern. Als Zuschauer kann man sich nicht so recht erklären, woher diese Reichtum stammt. Bill ist zwar Arzt, und auch wenn Ärzte recht gut verdienen, erscheint seine Behausung für die kleine Familie völlig überdimensioniert. Die Einrichtung wirkt altmodisch. Es gibt Säulen und Pfeiler und rote Vorhänge mit der königlichen Lilie als Symbol. Der Forscher Bentkowski sieht in dem Namen Bill ein Wortspiel. Leider sagt er nicht, welches Wortspiel er damit meint. Bill im Englischen ist aber nicht nur die Abkürzung eines männlichen Vornamens, sondern bedeutet auch "Rechnung". Womöglich haben wir es mit einer Anspielung auf eine Art von Korruptheit zu tun. Den Ursprung seines Reichtum könnte man in seiner Verbindung mit Herrn Zigler, der ihn zu der Weihnachtsparty eingeladen hat, erahnen. Auf dem Fest der Ziglers macht er seiner Frau gegenüber auf die Frage nach dem Grund der Einladung eine Andeutung - das sei die Belohnung für 'Hausbesuche'.

Vielleicht wurde Bill eingeladen hat, um einen Arzt für Notfälle in der Nähe zu haben, an den man sich unauffällig wenden kann, der Stillschweigen darüber bewahrt, dass der amerikanische Geldadel sich bei Weihnachtsfeiern mit drogensüchtigen jungen Frauen umgibt. Womöglich ist sein Stillschweigen auch in Bezug auf sehr befremdende sexuelle Praktiken gefordert, die eine junge Frau vielleicht wegen der Schmerzen, die sie verursachen oder wegen ihrer Abartigkeit, nur mit Drogen ertragen kann. Gegen Ende des Filmes erfahren wir, dass es sich bei der Frau um eine berühmte Schönheitskönigin handelte - der Preis für den Ruhm wurde womöglich teuer erkauft...

Wir wissen alle, dass der Schauspieler Tom Cruise kein Riese ist - ganze 1.62 Meter soll er nur groß sein. Wir wissen aber auch, dass es möglich ist, den Unterschied in der Körpergröße des Hauptdarstellers und der ihn umgebenden Personen zu kaschieren - in anderen Filmen fällt es uns ja auch nicht auf, wie klein Tom Cruise in Wirklichkeit ist. In Eyes Wide Shut wirkt er sogar noch kleiner als seine eigene Frau. Dies und sein noch recht jugendliches Alter lassen ihn sehr unreif wirken, und umso unangemessener erscheint uns der Reichtum, mit dem er sich umgibt. Geradezu pubertär wirken seine Versuche, sich die Dienste seiner Mitmenschen erkaufen zu wollen, indem er mit Geld geradezu um sich wirft.

Seine Unreife und seine Überheblichkeit offenbaren sich auch, als er sich in die Ritualparty auf dem Schloss einschleicht. Jeder andere Mensch würde bemerken, dass hier etwas nicht stimmt - ja sogar gefährlich sein kein! Doch Bill hat, obwohl er von den Vorgängen einigermaßen befremdet zu sein scheint, offenbar nur Augen für die halbnackten Frauen. Seine Abenteuerlust und seine Triebe haben ihn so unter Kontrolle, dass er auch die eindringlichen Warnungen seiner Begleiterin und späteren Retterin, sobald wie möglich das Schloss zu verlassen, bedenkenlos in den Wind schlägt.




Alice:

Alice, der Name der Hauptfigur, ist wahrscheinlich eine Anspielung auf das Kinderbuch 'Alice im Wunderland' von Lewis Carroll. In Carrolls Buch verirrt sich die Hauptfigur hinter den Spiegel ihres Schlafzimmerschrankes, wo sie sich im 'Wunderland' befindet. Pädophilenringe bzw -clubs beziehen sich häufig auf das Wunderland - so wie der sogenannte 'Wunderland-Club' der vor einigen Jahren von der Polizei aufgedeckt wurde. Immer mehr Ungeheuerlichkeiten treten in den letzten Jahren an die Oberfläche - beispielsweise Vergewaltigung von Minderjährigen. Immer mehr Opfer berichten, bereits im Kleinkindalter missbraucht worden zu sein, so zum Beispiel eine gewisse Cathy O'Brian, die von sich behauptet, der CIA von ihrem Vater, der sie bereits als Kleinkind missbraucht habe,für eine Mind-Kontrol-Programmierung überlassen worden zu sein.

Vergewaltigung von so kleinen Kindern soll bei den betroffenen Opfern eine Bewusstseinspaltung verursachen - Schizophrenie, also, die Aufspaltung der Persönlichkeit in viele verschiedene Teile. Und tatsächlich erscheinen alle Frauenfiguren in dem Film 'Eyes Wide Shut' wie die verschiedenen Splitter ein und derselben Figur Alice, die sich im Alltag hinter einer Brille und ihrem Hausfrauen-Dasein verbirgt, des Nachts aber womöglich in ähnlichen Veranstaltungen zugegen ist, wie die, in die ihr Mann sich am Weihnachtsabend verirrt hat. So gleicht zum Beispiel die Bewegung, mit der Alice ganz zu Beginn des Films ihr Kleid in der Wohnung des Ehepaares zu Boden fallen lässt, um sich für die Weihnachtsparty umzuziehen, gleicht auf frappierende Weise der Bewegung der Frauen, die beim Eingangsritual für die Sex-Party, auf der sie wahrscheinlich als Sex-Sklavinnen dienen sollen, ihre Bekleidung fallen lassen.

Szene:

Laut Kent Daniel Bentkowski befindet sich das Anwesen, auf dem die Szenen des Sexkultes gefilmt wurden, in England in einem Dorf in einer Gegend, die zu großen Teilen der für ihren Satanismus berüchigten Familie Rothschild gehören soll.
Die Farbe Rot des Priesters bei dem Einweihungsrituals soll darauf hinweisen, dass es sich bei dem Träger um den Angehörigen einer bestimmten Blutlinie handelt. Ähnliches lässt sich übrigens auch über den Roten Teppich der Oskar-Verleihung sagen, über den die Stars unter allgemeinen Blitzgewitter der Fotographen und unter allgemeinem Angehimmel der Bevölkerung, stolzieren, um sich zu präsentieren - viele der berühmtesten Stars sind mit US-Politikern verwandt, und diese wiederum können auf eine lange Linie an Verwandschaften mit dem europäischen Adel zurückblicken. Es bleibt eben alles in der Familie - sowohl die Politik als auch die Verführung und Programmierung der Bevölkerung, um diese in die gewünschte Richtung zu lenken.
Das könnte übrigens auch ein Hinweis darauf sein, warum man Bill in dem Film 'Eyes Wide Shut' in den okkulten Kreis nicht aufnehmen wollte - da er keine Verwandschaftsbeziehungen zu den anwesenden Personen aufweisen kann, ist er trotz aller Liebdienerei unerwünscht. Einzig bezahlte Prostituierte dürfen noch an dem Geschehen teilenehmen.

Interessant an der Szenerie sind auch die Masken, die im Mittelalter vom venezianischen Adel erfunden wurden, um - so Kent Daniel Bentkowsi - der normalen Bevölkerung Angst zu machen. Laut Dr. John Coleman nannte man den venezianischen Adel in der allgemeinen Bevölkerung 'schwarzen Adel', weil durchgesickert war, dass die 'Eliten' des Landes sich in okkulten und finsteren Praktiken übten. Laut Coleman soll es in Großbritannien eine sogenannte 'Venetian Party' geben, der die Adeligen des Landes angehören. Dazu passt die Behauptung des Forschers David Icke, der venzianische Adel habe sich im letzten Jahrtausend allmählich über ganz Europa und auch bis nach England ausgebreitet. Für den Historiker Webster Griffin Tarpley ist das Britishe Empire gar eine Neuauflage der venezianischen Handelsmacht, die sich im Mittelalter mittels Militär und doppelter Buchführung im Bankenwesen immer mehr ausbreiteten konnte.

Vor diesem Hintergrund könnte man es tatsächlich für möglich halten, dass es in den USA und wahrscheinlich auch bei uns finstere und kriminelle Netzwerke gibt, die uns tagsüber das Gesicht des ehrbaren Gesellschaftsmitglieds zeigen und nachts eigenartigen Ritualen und kriminellen Machenschaften wie der Vergewaltigung von Kinder nachgehen. Erst jüngst erreichte mich eine Rundmail, in der ich gebeten wurde, einen Brief zu unterschreiben, in dem die Hotelkette Hilton aufgefordert wird, nicht weiterhin ihre Hotels für dubiose Gruppen-Sex -Parties mit Minderjährigen zu Verfügung zu stellen.

Die in jüngster Zeit immer häufiger aufkommenden Skandale werfen ein neues ungewohntes Licht auf unsere 'Eliten', ob sie nun aus dem Adel stammen und angeblich mit dem Schwerverbrecher Dutroux in Verbindung standen, oder ob es sich um unsere spirituellen Führer, beispielsweise aus der katholischen Kirche, handelt.

Da sich die Verbrechen offenbar nicht mehr auf der ganzen Linie geheimhalten lassen, hat man sich wohl eine neue Strategie ausgedacht, um das Vertrauen der Bevölkerung in die bestehenden Systeme aufrecht zu erhalten. Die Medien und vor allem das Fernsehen haben das Thema für sich entdeckt, und hinter der Maske des empörten Zeigefingers soll die Allgemeinheit anscheinend mittels verschiedener Fernsehsendungen im Abendprogramm desensibilisiert werden. Der ein oder andere Politiker benutzt das Thema dann auch noch um sich zu profilieren oder um datenschutzrechtlich fragwürdige Internetsperren einzuführen - dass es sich hierbei mal wieder Angehörige des Adels handelt, ist sicherlich Zufall.

Offenbar ist es nicht genug, dass man sich als normaler Otto Normalverbraucher, der Geschichte verstehen will, der wissen will, wie wir dahin gekommen sind, wo wir heute sind, mit den größten Schwerverbrechern der Geschichte, mit ihrer Biographie, ihrem Lebenslauf, ihren Wehwechen beschäftigen muss, während Menschen zu Tausenden und zu Millionen auf den Schlachtfeldern starben. Die sexuellen Perversionen dieser Gesellschaftsschicht, die es schafft, sich immer hübsch im Dunkeln zu halten, während sie uns systematisch gegeneinander aufhetzt, greifen allmählich auch auf uns über. Wahrscheinlich war es schon immer so, und die Breitenwirkung sehen wir dann in der Kriminalitätsstatistik, an denen wir ablesen können, wieviele ehemalige Opfer zu Tätern werden. Doch während man früher alles im Dunkeln beließ und Scham und Amnesie der Betroffenen eine Aufdeckung häufig verhindert haben, setzt man wohl heutzutage auf Verniedlichung, Verharmlosung und Abstumpfung.

Es steht zu hoffen, dass diese Strategie langfristig keinen Erfolg haben wird...

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1 Kommentar:

corrrdoba hat gesagt…

Wow, sehr guter Beitrag! Richtig erkannt ist auch, dass im Bezug auf diese sexuellen Perversionen tatsächlich eine Desensibilisierung stattfindet. Nicht nur, dass wir täglich davon hören und sich Kindesmissbrauch als scheinbarer "Normalzustand" im Bewusstsein verankert, auch in der "Unterhaltungsbranche" werden sie immer dreister. Ein Beispiel ist der Film "Leon der Profi"...auch hab ich letztens in der Serie "Family Guy" mir folgenden "Witz" ansehen müssen: Es wird eine Kise gefunden, in der sich Sachen von der Tochter "Meg" befinden, als sie 6 Jahre alt war. Die Kiste wird ausgepackt und untder anderem befindet sich dort ein Gegenstand der in der Erotikbranche als "Analplug" bekannt ist. Die Tochter fragt die Mutter "für was war das denn gut?" und die Mutter antwortet "ach, für nichts, vergiss es einfach". Wir halten fest: Es ist lustig, wenn wenn erotische Spielzeuge der seltsameren Art mit kleinen 6 jährigen Kindern in Verbindung gebracht werden. Es ist lustig, wenn auf die Vergewaltigung einer 6 Jährigen durch ihre Eltern angespielt wird. Solche Sachen werden uns in der Entertainmentbranche häufiger präsentiert. Vllt schreib ich auch mal einen Beitrag dazu, ich merke gerad der Kommentar wird länger und länger... Naja, mach weiter so, dein Blog gefällt mir. Peace out