Freitag, 8. April 2011

Die Grünen sind Schwarze auf Fahrrädern...

Folgenden Leserkommentar zum Artikel : Die Linke scheitert an der Konkretion fand ich so treffend, dass ich mir erlaubt habe, ihn hier noch einmal zu veröffentlichen

Die WASG hätte es schaffen können, wenn sie sich Zeit und Raum zu eigenständigen Wachsen gegeben hätte ... aber sie fusionierte ja, weil es nicht schnell genug gehen konnte, mit der PDS. Schade. Nun ist es zu spät.
Die Grünen sind Schwarze auf Fahrrädern. Als sie 1998 mit an die Macht kamen veränderten sie auf Bundesebene alle ihren Kleidungsstil. Sie waren da angekommen, wo sie immer hinwollten: Im Establishment. Ich weiß noch, dass ich damals baß erstaunt war: So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie die Outfits und Frisuren wechselten.
Die Turnschuh- und Strick-Nummer diente nur dazu, die Rebellenrolle zu spielen, als anders zu geltne, um so über über-zeugte Wählergruppen an die Pfründe zu kommen. Als Mitglieder der anderen Parteien hätten sie es nämlich nicht geschafft. Ich habe die 20 Jahre gewählt, denn ich war auch einmal jung. Aber dieser Traum, dieses Ideal ist knallhart an der Realität gescheitert. Denen geht es nur um die eigenen Jobs und um die eigene Gier (siehe z. B. Bonusmeilenaffäre von Özdemir u.a.)

DAs Problem ist, dass scheinbar immer genug Wähler-Jugend nachwächst, die -qua Sozialisation- noch träumt, idealistisch ist und sich der ihr suggerierten Hoffnung hingibt. Kindergarten, Schule, Beruf und Studium und Kirchenunterricht sorgen ja speziell in jungen Jahren dafür, dass immer ausreichend system-gläubige Nützlinge heran-erzogen werden.
Die heutigen Jung-WählerInnen der Grünen und anderen Parteien waren noch in den Windeln als auch die Grünen es ab 1998 versemmelten (Atompolitik, Hartz-IV, usw), diese Dinge mit vorantrieben, sie zumindest aber nicht verhinderten. Jetzt, wo sie erwachsen werden oder sind, träumen sie der Marketing-Strategie der Grünen hinterher und sehen nicht, dass auch dieser "Kaiser" gar keine Kleider an hat. Sie werden zum Träumen erzogen und wollen nicht aus dem Dornröschenschlaf aufwachen. Nun, der Hunger wird es auch denen irgendwann richten.

Ich persönlich mache denen und den anderen nicht mehr den Steigbügelhalter.

Die sollen genauso wie die anderen sich am Erwerbsarbeitsmerkt bewerben und dort ihre (und unsere) Erfahrungen machen. Sie sollen mal länger in Hartz-IV leben und bodenständig werden. Sie sollen sich mal mit irgendetwas selbständig machen und feststellen, dass die Märkte weitestgehend gesättigt sind.
Die sollen mal am eigenen Leib erleben, dass immer mehr Vollzeit-Stellen in Minijobs und Co. umgewandelt werden.


Und erst dann werden sie wohl darüber nachdenken können, dass alte Wege und Lösungen heute nicht mehr tragen und dass endlich mal über den Tellerrand geschaut und länder-/nationenübergreifend kooperiert werden muss, damit es allen hier und dort einigermaßen ähnlich auskommend gut geht.

Es gibt einen Grund, warum immer mehr in unseren und anderen Landen stigmatisiert werden: Sie wissen nicht mehr weiter, weil sie aus ihren Schubladen nicht herausdenken und -handeln können und weil sie selber gierig sind.

Immer wenn ich heutzutage PolitikerInnen in den Nachrichten und Talk-SHOWS sehe, muss ich schallend lachen ... wie das Kind, dass aussprach, dass der Kaiser gar keine Kleider anhatte.

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Kommentare:

persiana-451 hat gesagt…

Besonders treffend finde ich die Aufforderung "mal ihre (und unsere Erfahrungen) zu machen. Das ist nämlich oft das Problem. Da lesen die Leute Bücher beispielsweise eines Herrn Sarrazin, die gar keine Erfahrungen damit haben, wie es sich wirklich als Ausländer hier in Deutschland lebt. Ich habe auch so meine Erfahrungen damit, obwohl ich Deutsche bin, aber etwas ausländisch aussehe. Das extremste war, dass ein durchgeknallteter Polizist (allerdings außerhalb seines Dienstes) seinen Schäferhund auf mich hetzte, den er erst zurückpfiff, als er merkte, dass ich akzentfrei Deutsch sprach. Das ist nur eines von vielen Beispielen, wie ich hier in meinem Heimatland als DEUTSCHE! behandelt wurde. Da kann die Sonja Halali (Morgenmagazin) in Interviews noch so oft behaupten, sie sei hier niemals in irgendeiner Form benachteiligt worden - das mögen ihr die Deutschen, die Deutsch aussehen glauben - ich glaube es ihr nicht!

Anonym hat gesagt…

Hm!!, die wirkliche, wahre Welt sieht völlig anders aus als "uns" über die Medien suggeriert wird, völlig anders als sie uns in Schule gelehrt wurde.

Was wird uns nicht alles zu Gesundheit empfohlen. Erst kürzlich las ich von einer Oecothrophologin, dass sie den Menschen empfieht, viel zu trinken, sogar während des Essens.


Diese unerfahrene, in ihrem Studium auswendiglernende und auf gewisse Weise abschreibende Dumpfbacke hat überhaupt keine Erfahrung: Es gibt Körpertypen, die nicht so viel Wasser benötigen. Trinken zu den Mahlzeiten verwässert zudem bei allen Körpertypen die Verdauungssäfte, so dass ein Großteil der Nahrung nicht verdaut und verstoffwechselt wird und Krankheiten fördert. Und wir wundern uns über sog. steigende Gesundheitskosten, was ich übrigens auch für eine Meinungsmache halte. Das ist nur ein Beispiel von Vielen, wo wir uns veräppeln lassen.

Schönen Gruß von der Autorin des Kommentars auf Ad Sinistram mit dem Inhalt "Grüne sind schwarze auf Fahrrädern ...".